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Lebensräume

Moorlandschaften sind von Menschen geprägte Kulturlandschaften. Mit Annahme der Rothenthurm-Initiative 1987 durch das Schweizer Stimmvolk wurden Moore und Moorlandschaften von nationaler Bedeutung geschützt. Dazu gehört auch die „Moorlandschaft Schwägalp“, die sich mit einer Ausdehnung von rund 11 km Länge und 3 km Breite am Nordfuss des Säntismassivs erstreckt. Insgesamt können 12% der Landschaft als moortypische Flächen bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um rund 330 ha Flachmoore und 20 ha Hochmoore.

Waldgebiete

Auch die Waldgebiete im Raum Schwägalp, die auf einer Höhe zwischen 1’000 bis 1’500 m liegen und vorallem aus Fichte, Weisstanne, Buche und Bergahorn bestehen, weisen eine grosse Moordichte auf. Im Mittelalter wurden grosse Teile des Appenzeller Waldes gerodet und im Wesentlichen auf die heutigen Standorte zurückgedrängt. Dem Wald blieben zur Hauptsache jene Gebiete erhalten, die wegen ihrer Steilheit und felsigem Untergrund oder starker Vernässung für eine andere Nutzung kaum in Frage kamen. Die Waldfläche im NaturErlebnispark Schwägalp/Säntis hat sich seit den 1960er Jahren verdoppelt. Durch die Verzahnung von Wald und Moor sind wertvolle, naturnahe Lebensräume entstanden. Unter anderem bieten diese Waldungen einen geeigneten Lebensraum für Auer-, Birk- und Haselhuhn.

Quellen

Zahlreiche Quellen und mäandrierende Bäche prägen die Landschaft im Gebiet der Schwägalp und des Alpsteins. Besonders nach der Schneeschmelze und nach heftigen Regenfällen bilden sich rasch sporadisch auftretende Rinnsale. In den unbelasteten, naturnahen Bächen leben unzählige Wasserorganismen wie Köcherfliegen-, Eintagsfliegen- und Steinfliegenlarven, Krebse, Muscheln und Schnecken.