Natur
Der Lebensraum der sensiblen Wildtier- und Pflanzenwelt ist eingeengt, die natürlichen Voraussetzungen darin verändern sich. Pflanzen oder Wildtiere können nicht einfach ein Haus weiterziehen wie wir Menschen. Sie sind an bestimmte Lebensbedingungen gebunden.
Waldreservate
Im westlichen Teil des NaturErlebnis Parks liegen mehrere Waldreservate, die zusammen ein wertvolles Rückzugsnetz für Flora und Fauna bilden.
- Kreisalpen (Sonderwaldreservat, Kanton St. Gallen)
- Schwägalp–Bruggerwald (Sonderwaldreservat, Kanton Appenzell Ausserrhoden)
- Petersalp (Waldreservat, Kanton Appenzell Ausserrhoden)
Gut zu wissen: Waldreservate werden weitgehend natürlich belassen. Sonderwaldreservate werden pflege- und bewirtschaftet, um Artenvielfalt, Stabilität und Schutzfunktionen des Waldes zu stärken. Ergänzend sind im Park Moorlandschaften von nationaler Bedeutung ausgewiesen – besonders sensible Lebensräume, die besondere Rücksicht verlangen.
Schwerpunktgebiet Kohlwald
Im Sonderwaldreservat «Kohlwald» gilt während der Winterzeit bis 30. April ein Betretungsverbot. Das Gebiet ist ein Kernraum des Auerwilds. Gemeinsam mit dem Kanton und dem WWF wurden hier gezielte Aufwertungen umgesetzt – etwa Lichtstellen und behutsame Pflegeeingriffe, die den strukturreichen, lichten Wald fördern. So findet das Wild Nahrung, Deckung und Ruhe, die es zum Überleben braucht.
Moorlandschaft Schwägalp
Am Fuss der Säntiskette zieht sich über mehrere Kammern, Täler und Pässe als breites Band die Moorlandschaft Schwägalp. Sie gliedert sich in zwei charakteristische Bereiche:
- Südteil (Raum Schwägalp): eine Alpweide-Moorlandschaft mit zahlreichen Karen und glazialen Formen.
- Nordteil: ein stark vermoortes Molasserippen-Waldgebiet.
Der wasserstauende Molasse-Untergrund sowie Moränenhügel und -wälle haben die Moorbildung ermöglicht. Zu den prägenden Lebensräumen zählen u. a. das Hochmoor Kleckelmoos sowie das Moorgebiet Säntis Nord – sensible Feuchtgebiete von besonderem ökologischem Wert.
Das BLN-Gebiet «Säntis» (Objekt 1612) steht für ein reich gegliedertes Gebirge der nördlichen Kalkalpen, eingerahmt vom Flysch- und Molassevorland. Es gilt als klassisches Referenzgebiet für die stratigraphische Gliederung der helvetischen Kreide – mit einer modellhaft klaren Beziehung zwischen Faltenwurf, Bruchtektonik und Oberflächengestalt.
Neben zahlreichen landschaftlichen Besonderheiten prägt die typische Flora der Alpenrandketten auf Kalkgestein dieses
Wildruhezone «südliches Appenzeller Hinterland»
Die Regierung des Kantons Appenzell Ausserrhoden hat im Frühling 2011 die Schutzverordnung für die Wildruhezone «südliches Appenzeller Hinterland» erlassen. Aufgrund ihrer geografischen Lage berührt sie weitere geschützte Räume: das BLN-Gebiet Säntis (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler), das eidgenössische Jagdbanngebiet Säntis (Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden) sowie den NaturErlebnispark Schwägalp/Säntis.
Schau tief in die Natur und dann wirst du alles besser verstehen.
Albert Einstein