Geologie
Der Ursprung des wunderschönen Säntismassivs, dieser geologisch faszinierenden Landschaft im NaturErlebnispark Schwägalp/Säntis, liegt fast 150 Millionen Jahre zurück.
Vor 135 Millionen Jahren dehnte sich ein Ozean im Gebiet der heutigen Alpen und Norditalien aus, bis zum nördlichen Bodensee. Der Meeresboden bestand aus flachen Schelfmeeren, die Kalk und Kalkschalen von Meerestieren ablagerten. Durch den Zusammenstoss der afrikanischen und europäischen Tektonikplatten wurden enorme Kräfte freigesetzt, die den Meeresboden übereinander schoben und die Alpen sowie das Säntismassiv bildeten. Eismassen aus den Eiszeiten schliffen die Landschaft weiter ab.
Durch die tektonischen Prozesse und die Erosion sind heute Fossilien im Kalkgestein des Säntismassivs sichtbar. Die Molasse, abgelagerte Gesteine aus dem zurückgezogenen Tethysmeer, bildeten die sanften Hügel des Appenzellerlands. Der NaturErlebnispark Schwägalp/Säntis liegt an der Grenze zwischen dem Säntismassiv und der Molasselandschaft.
Der Geologie-Steinpark erklärt die Erdgeschichte des Säntismassivs und lässt geologische Phänomene lebendig werden. Fossilien wie ein grosser Ammonit auf dem Säntisgipfel zeigen, dass das Gestein einst tief unter dem Meer lag. Der berühmte Geologe Albert Heim bezeichnete das Säntismassiv als «das geologisch schönste Gebirge der Welt».
Gletscher
Der Lebensraum der sensiblen Wildtier- und Pflanzenwelt ist eingeengt, die natürlichen Voraussetzungen darin verändern sich. Pflanzen oder Wildtiere können nicht einfach ein Haus weiter ziehen wie wir Menschen. Sie sind an ganz bestimmte Lebensbedingungen gebunden.
Im Säntisgebiet hat sich eine Kulturlandschaft entwickelt, welche geprägt ist von einzigartigen Werten unterschiedlicher Art. So ist die Landschaft mit der Bezeichnung «BLN-Gebiet Säntis» grossflächig im Inventar der Landschaften von nationaler Bedeutung aufgenommen und weite Teile als Moorlandschaft von nationaler Bedeutung geschützt. In dieser Landschaft konnten auch viele Lebensräume für Pflanzen und Tiere bewahrt werden. So wurde am Fusse des Säntis vor mehr als 100 Jahren bereits ein eidgenössisches Jagdbanngebiet eingerichtet und den letzten Jahren auch eine Wildruhezone und Waldreservate ausgeschieden.
Der Mensch ist ein Teil der Natur und untrennbar mit ihr verbunden. Streuwiesen etwa wurden vom Menschen «erfunden». Ihre Nutzung bildet heute eine der Grundlagen für die Erhaltung der Artenvielfalt in der Pflanzenwelt.