Entfernung der Strom-Freileitungen im "BLN-Gebiet Säntis"

Mit dem Entfernen des Freileitungsnetzes im NaturErlebnispark konnte dieses Jahr, nach dem Moor-Renaturierungsprojekt im Jahre 2011, eine weitere Aufwertungsmassnahme erfolgreich
abgeschlossen werden. Der NaturErlebnispark liegt am Fusse des Säntis in einer einzigartigen Alp- und Moorlandschaft. Diese Landschaft, eingebettet im BLN-Gebiet Säntis, hat unzählige Werte.

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Hochmoor Renaturierung im NaturErlebnispark

Hochmoore zählen in der Schweiz und auch im Appenzellerland zu den seltensten Lebensräumen, bedeuten aber einen unschätzbaren Wert für die Biotop- und Artenvielfalt.

In den Krisenjahren der Weltkriege wurden viele dieser Hochmoore zur Aufforstung, Weidnutzung oder zum Torfabbau entwässert, so auch das Hochmoor „Kleckelmoos“ (rot markierter Entwässerungsgraben quer durch das Moor).

Im Quellgebiet „Siebenbrünnen“ mäandriert die Urnäsch auf einer direkten Distanz von knapp 200 Meter bis zur Unterführung bei der Passstrasse über 400 Meter

 

Anekdote

Der Streit zwischen den Kantonen St. Gallen und Appenzell-Ausserrhoden über den Grenzverlauf im “Kleckelmoos” wurde mit einem typisch eidgenössischen Kompromiss geschlichtet. Der Streitpunkt lag darin, dass die St. Galler beanspruchten, die Grenze entlang des Entwässerungs-
grabens zu führen und die Ausserrhoder entlang der mäandrierenden Urnäsch.

Die Einigung sah so aus, dass die Grenze entlang des nunmehr renaturierten Entwässerungsgrabens festgelegt wurde. Der Besitz des zwischen dem Entwässerungsgraben und der mäandrierenden Urnäsch liegenden Gebiets wurde der Appenzell-Ausserrhodischen Stiftung “Pro Appenzell” übertragen.

Renaturierungsarbeiten im Moor "Kleckelmoos"

Bei den Renaturierungsarbeiten im Kleckelmoos ging es darum, den künstlichen, quer durch das Moor angelegten Entwässerungsgraben aufzufüllen und dabei auch sicher zu stellen, dass die Querentwässerung unterbunden wird.

Waldentwicklung auf der Schwägalp: